Schwangerschaft & Morbus Crohn

Bei Schwangeren ist das Risiko höher als bei nichtschwangeren Frauen, dass ein Morbus Crohn während der Schwangerschaft ausbricht. Etwa 25% der schwangeren Frauen mit Morbus Crohn erleiden während ihrer Schwangerschaft einen akuten Schub. Die Krankheit verläuft bei Schwangeren ähnlich wie bei Nichtschwangeren. Bei schweren Entzündungsschüben, Fisteln oder wenn große Teile des Dickdarmes der Mutter entzündet sind, kommt es öfters zu Früh- oder Fehlgeburten. Wie häufig dies auftritt, ist in Studien noch nicht genügend untersucht worden. Schwangere erhalten Kortison oder Salizylate, bei Fisteln Metronidazol. Wenn diese Medikamente nicht helfen, wird Azathioprin verabreicht. Schwangere mit Morbus Crohn werden nur operiert, wenn schwerwiegende Komplikationen auftreten, beispielsweise bei einem Darmdurchbruch, bei einem Darmverschluss oder bei einer Entzündung des Bauchfelles.

Untersuchungen & Diagnose

Der Spezialist für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ist ein Internist mit Schwerpunkt Magen-/Darmerkrankungen (Gastroenterologe) Hat der Arzt den Verdacht, sein Patient könnte unter einem Morbus Crohn leiden, wird er verschiedene Untersuchungen durchführen bzw. durchführen lassen. Diese Untersuchungen dienen nicht nur dazu, die Diagnose zu stellen. Anhand der Ergebnisse beurteilt der Arzt darüber hinaus, wie schwer die Entzündung ist, welche und wie viele Bereiche des Verdauungstraktes befallen sind und welche anderen Organe oder Bereiche im Körper außerhalb des Darmes von der Krankheit betroffen sind.

Befragung und körperliche Untersuchung

Bevor der Internist den Patienten untersucht, wird er ihn über seine Krankheitsgeschichte befragen. Wichtige Informationen sind für ihn, unter welchen Krankheitszeichen der Patient leidet und wann sie zum ersten Mal aufgetreten sind. Auch über Angehörige mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sollte der Patient den Arzt informieren.

Bauchschmerzen mit Durchfällen und möglicherweise erhöhte Temperatur oder Fieber können auf Morbus Crohn hindeuten. Manchmal werden diese Beschwerden mit einer Blinddarmentzündung verwechselt. Diese beginnt in der Regel jedoch viel rascher als ein Morbus Crohn.

Tastet der Arzt den Bauch ab, spürt er häufig einen Widerstand im rechten Unterbauch. Drückt er auf diesen Bereich, kann dies für den Patienten unangenehm oder schmerzhaft sein. Ursache für den Widerstand ist der letzte Teil des Dünndarms (terminales Ileum), der bei vielen Patienten mit Morbus Crohn entzündet ist.

Untersuchungen im Blut und im Stuhl

Blutuntersuchungen dienen nicht dazu, einen Morbus Crohn sicher zu erkennen. Mit den Blutuntersuchungen kann der Arzt jedoch feststellen, wie stark der Entzündungsprozess ist und ob der Patient an Mangelerscheinungen leidet. Bei einer starken Entzündung sind häufig die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und das C-reaktive Protein (CRP) erhöht. Außerdem vermehren sich die weißen Blutkörperchen (Leukozyten).

Hat der Morbus Crohn Darmabschnitte befallen, in denen wichtige Nahrungsbestandteile aufgenommen werden, kann sich dies durch Mangelerscheinungen äußern. Der Internist lässt daher Vitamin B12, Folsäure, Beta-Carotin, Eisen, Ferritin, Kalzium, Zink und Albumin bestimmen. Zusätzlich werden die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die Blutplättchen (Thrombozyten) und der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) bestimmt. Hat der Arzt den Verdacht, dass andere Organe von der Entzündung betroffen sind, ordnet er entsprechende Blutuntersuchungen an, z. B. eine Bestimmung der Nierenwerte oder der Schilddrüsenwerte.

Da auch Bakterieninfektionen des Darmes Durchfall und Bauchschmerzen auslösen können, wird der Stuhl des Patienten auf Bakterien untersucht.

Bildgebende Verfahren

Ultraschall

Mit dem Ultraschall des Bauches kann der Arzt entzündete Darmabschnitte erkennen. Die Wand des Darmes ist bei einer Entzündung dicker als gewöhnlich. Die transrektale Ultraschalluntersuchung ist eine Variante, bei der der Gastroenterologe eine Ultraschallsonde in den After einführt. Er kann so das Gebiet um den Enddarm beurteilen.

Koloskopie

Beim Morbus Crohn ist die Darmschleimhaut nicht durchgehend entzündet, sondern gesunde Abschnitte wechseln mit entzündeten Abschnitten ab. Der Arzt muss daher den gesamten Darm sorgfältig absuchen. Zunächst führt er eine Darmspiegelung (Koloskopie) durch. Hierbei begutachtet er den gesamten Dickdarm und den daran anschließenden Teil des Dünndarms (terminales Ileum). Da der Morbus Crohn in den meisten Fällen den Dickdarm und/oder den Dünndarm befällt, wird der Arzt bei der Koloskopie meist fündig: Bei einem Morbus Crohn sieht er Geschwüre in der Darmschleimhaut, Verengungen und Blutungen. Die Schleimhaut ist nicht mehr glatt und ebenmäßig, sondern rau und zerklüftet. Aus entzündeten Bereichen kann er mit einer speziellen Greifzange Gewebeproben entnehmen (Biopsie) und sie untersuchen lassen.

Gastroskopie

Um die Ausdehnung der Krankheit und den Schweregrad einzuschätzen, ist es wichtig, alle Entzündungsherde zu finden. Denn die Krankheit kann innerhalb des Magen/Darm-Traktes vom Mund bis zum After auftreten. Der Arzt inspiziert daher die Mundhöhle des Patienten und untersucht Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mittels einer Magenspiegelung (Gastroskopie).

Doppelballonendoskopie

Die Doppelballonendoskopie ist ein Verfahren zur Untersuchnung möglicher Anzeichen von Morbus Crohn im Dünndarm auf.

Kapselendoskopie

Bei der Kapselendoskopie handelt es sich um eine schonendere Alternative zur Untersuchung des Dünndarms bei einem Verdacht auf Morbus Crohn und zur Abgrenzung von Colitis ulcerosa. Dabei schluckt der Patient eine Kapsel von der Größe einer Tablette, in die eine Kamera und eine Beleuchtung eingebaut ist. Die Bilder aus dem Darminneren werden aufgezeichnet und anschließend vom Arzt ausgewertet.

MRT und CT

Zusätzlich kann der Arzt den Dünndarm mittels Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspin) untersuchen. Der Patient trinkt dazu vor der MRT-Aufnahme ein Kontrastmittel (Hydro-MRT). Ist der Dünndarm entzündet, kann der Arzt eine verdickte Darmwand und vergrößerte Lymphknoten erkennen. Eine Magnetresonanz- und Computertomografie können außerdem Verbindungsgänge und Eiteransammlungen (Fisteln, Abszesse) sichtbar machen.

Einschätzung des Schweregrades

Um zu ermitteln, wie ausgedehnt und wie stark der Darm entzündet ist, kann der Arzt die Krankheitsaktivität mit dem so genannten Aktivitätsindex nach Best berechnen. Hierbei wird für bestimmte Krankheitszeichen wie Anzahl der Stühle, Stärke der Bauchschmerzen, allgemeine Beschwerden und Symptome außerhalb des Darmes und bestimmte Untersuchungsbefunde ein Zahlenwert vergeben. Aus diesen Zahlenwerten und dem Gewicht des Patienten berechnet der Arzt dann den Aktivitätsindex (crohns disease activity index, CDAI). Ein CDAI von über 150-200 bedeutet, dass der Patient behandelt werden muss.

Behandlung von Morbus Crohn

Ein Morbus Crohn kann nicht völlig geheilt werden. Eine Behandlung kann die Beschwerden jedoch lindern und den Entzündungsprozess bremsen. Die Behandlung selbst hängt davon ab, wie schwer die Erkrankung ist und welche Teile des Verdauungstraktes betroffen sind.

Medikamente

Bei einem akuten Krankheitsschub mit einer geringen bis mittleren Aktivität (CDAI 150-350) verschreibt der Gastroenterologe Kortisonpräparate wie Prednisolon bzw. Prednison. Der Patient muss die Tabletten in der Regel 3-6 Monate lang einnehmen. Ist vor allem der letzte Teil des Dünndarms (Ileum) und der Blinddarm (Coecum) befallen, und hat der Patient keine weiteren Entzündungsherde im Darm oder an anderen Stellen des Körpers, kann der Patient das Kortisonpräparat Budesonid einnehmen. Diese Kapseln wirken vor allem im Darm und werden vom Körper kaum aufgenommen. Dies hat den Vorteil, dass weniger Nebenwirkungen auftreten.

Häufig werden beim Morbus Crohn Salizylate wie Mesalazin gegeben. Studien haben jedoch gezeigt, dass Salizylate nicht so gut wirken wie Prednisolon oder Budesonid. Mesalazin sollte der Patient noch längere Zeit einnehmen, um ein erneutes Aufflammen der Entzündung zu verhindern. Ist der Entzündungsprozess im Darm so stark, dass der Patient nicht genügend wichtige Nährstoffe aufnehmen kann, müssen diese ersetzt werden, beispielsweise Eisen, Kalzium, Elektrolyte, Vitamin B12 und andere Vitamine (ADEK). In bestimmten Nährlösungen (Formuladiäten) sind diese Nährstoffe enthalten.

Bei einem akuten Schub mit einer hohen Entzündungsaktivität (CDA iI > 350) setzt der Arzt ebenfalls zunächst Kortison ein, allerdings in einer höheren Dosierung. Wenn Kortison nicht hilft, kann der Arzt TNF-alpha-Blocker verabreichen. Ist die Entzündung so stark, dass sich Darmabschnitte verengt haben, muss der Patient möglicherweise über die Vene mit Nährlösungen und Flüssigkeit ernährt werden (parenterale Ernährung).

Leidet ein Patient länger als 6 Monate unter Beschwerden durch den Morbus Crohn, wird dies als chronisch aktive Erkrankung bezeichnet. Bei diesen Patienten verschreibt der Arzt Prednisolon bzw. Prednison. Die Dosis richtet sich danach, wie stark die Beschwerden des Patienten sind. Die Kortisonpräparate werden in der Regel 6 Monate lang eingenommen. Zusätzlich zum Kortison erhält der Patient Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva, z. B. Azathioprin oder 6-Mercaptopurin). Diese müssen mindestens 4 Jahre lang eingenommen werden. Bei Mangelerscheinungen müssen die fehlenden Nährstoffe ergänzt werden.

Weitere wichtige Medikamente bei der Behandlung von Morbus Crohn sind Loperamid gegen starke Durchfälle und Colestyramin, das bei einem Gallensäurenverlustsyndrom eingesetzt wird, wenn Gallensäuren wegen des entzündeten Darmes nicht richtig aufgenommen werden. Hat der Arzt bei seinem Patienten eine oder mehrere Fisteln festgestellt, behandelt er diese mit dem Antibiotikum Metronidazol. Heilen die Fisteln mit Metronidazol nicht und hilft auch eine Operation nicht, kann der Arzt einen TNF-alpha-Blocker verschreiben.

Operation

Patienten mit Morbus Crohn werden meist nur dann operiert, wenn durch die Erkrankung Komplikationen auftreten. Dazu zählen u. a.:

  • Darmdurchbruch
  • Darmverschluss oder dauerhafte Darmverengung
  • Schwere Darmblutungen
  • Entzündung des Bauchfells
  • toxisches Megakolon

Eine Operation kann auch dann notwendig sein, wenn sich Eiter in Schleimhauthöhlen angesammelt hat (Abszess), wenn sich ein Verbindungsgang (Fistel) vom Darm zur Harnblase gebildet hat oder wenn der Harnleiter durch entzündete Darmschlingen zusammengedrückt und der Harnabfluss gestört wird.

Ist der Darm durch die Entzündung der Darmwand verengt, kann der Gastroenterologe versuchen, die Engstelle mittels Endoskopie und einem Ballon zu weiten. In den meisten Fällen kann eine solche Ballondilatation eine Operation jedoch nicht vermeiden, sondern nur hinauszögern.

Sonstige Therapien

Eine chronische Krankheit mit immer wiederkehrenden Entzündungsschüben ist eine große Belastung für die Patienten. Der Leidensdruck ist bei einem Morbus Crohn daher sehr hoch. Patienten mit psychischen Störungen oder Depressionen kann eine Gesprächstherapie helfen. Viele Psychotherapeuten empfehlen auch Entspannungsübungen. Dadurch können die Betroffenen die Krankheit besser verarbeiten und fühlen sich psychisch stabiler.

Prognose & Verlauf

Ein Morbus Crohn ist nicht heilbar. Wird die Erkrankung richtig behandelt, haben die Patienten jedoch eine normale Lebenserwartung.

Morbus Crohn verläuft in Schüben: Phasen ohne Entzündung und ohne Beschwerden wechseln dabei mit mehr oder weniger starken Schüben und entsprechenden Beschwerden ab. Der Krankheitsverlauf ist von Patient zu Patient unterschiedlich und kann nicht vorher gesagt werden. 30% der Patienten erleiden innerhalb eines Jahres nach einer Krankheitsphase einen erneuten Entzündungsschub.

Häufig sind die Komplikationen der Erkrankung Grund für eine Operation: 70% der Patienten müssen innerhalb von 15 Jahren nach der Diagnose operiert werden.

So das ist also die Beschreibung und das gesamte wissen auf dem Punkt gebracht was die Schulmedizin weiß.

Kern Aussage einmal wieder es sei unheilbar! Ich sehe das anders, erstens mal weil ich diese Diagnose auch bekommen haben als ich als Kind damals mit chronischen Asthma diagnostiziert wurde. Nun lebe ich seid gut fünf Jahren ohne diese angeblich chronische Krankheit.

Mit herzlichen Gruß das Block-Box-Gesundungs-Konzept.

Es gibt keine unheilbaren Krankheiten !!! Außer man Glaubt selbst daran.

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